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Meta-Tags

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Diese Seite könnte man eigentlich mit "YAMD - Yet Another MetaTag Description" überschreiben. Im Netz gibt es Tausende von Seiten, die sich mit MetaTags beschäftigen. Zur Erinnerung: MetaTags sind diese kleinen Informationsbröckchen für Suchmaschinen et al, die sich normalerweise vor dem Betrachter im Kopf einer HTML-Datei verbergen.
Sehr nervig finde ich jedoch an den meisten Anleitungen, dass sie gerade mal auf Description, Keywords, Title und allenfalls auf den Robots-Eintrag eingehen. Meiner Meinung nach gibt es jedoch einige weitere Tags, die im Alltag durchaus sinnvoll sind.

Eine ausführliche Beschreibung der gängigen Meta-Tags und ihrer Bedeutung findet sich auf der Homepage von SELFHTML. Zum Thema robots.txt und dem Robots Meta-Tag gibt es ebenfalls viele Infos im Netz.

Die sinnvolle Verwendung von Description, Title und Robots reicht eigentlich schon, um bei Suchmaschinen entsprechend gefunden zu werden. Mit den hier beschriebenen weiteren Meta-Angaben kann man jedoch auch dem Benutzer ein Homepage durchaus einen Mehrwert bieten (vor allem die LINK-Tags).

Die Standards

<title>maximal circa 60 Zeichen</title>

Im "title" wird die Überschrift der HTML-Seite angegeben. Die Zeichenbegrenzung ist nur ein Richtwert. Es gibt keinen Standard, der festlegt, dass für einen bestimmten Tag eine bestimmte Anzahl von Zeichen festgelegt ist. Die meisten Suchmaschinen schneiden jedoch einen Tag einfach ab oder ignorieren ihn, wenn er zu lang ist. An die ungefähren Richtwerte sollte man sich also halten.

 

<meta name="description" content="zwischen 200 und 250 Zeichen" />

In dem Meta-Tag "description" kommt die Beschreibung der Seite. Der Inhalt sollte sachlich ung kurz beschrieben werden. "Beste und fundamental geilste Seite, die wo es auf dem Planeten geben tut" ist zum Beispiel nicht so sehr aussagekräftig. Die Description wird bei einigen Suchmaschinen zusammen mit dem Titel in der Ergebnisliste angezeigt. Hier ist also ein wenig Kurzprosa über den wirklich Sinn und Inhalt sinnvoller.

 

<meta name="keywords" content="zwischen 200 und 250 Zeichen" />

Die "keywords" werden immer unbedeutender. Bis vor einigen Jahren entnahmen die meisten Suchmaschinen ihre Weisheit praktisch exklusiv den Keywords. Inzwischen ist der gesamte Inhalt des Seite relevant. Trotzdem sind Keywords immer noch recht wichtig. Man sollte so circa 20 Worte raussuchen, die mit dem Inhalt der Seite zu tun haben. Bitte auf Sinnhaftigkeit achten, da einige Suchmaschinen eine endlose Wiederholung von Worten ("Sex, Sex, Sex...") als SPAM ansehen und die Seite damit ausschließen könnten. Die Keywords sollten auch bitte möglichst mit dem Dokument was zu tun haben.

 

<meta http-equiv="Content-Type" 
content="text/html; charset=iso-8859-1" />

Der "Content-Type" wird von den meisten HTML-Editoren gleich vorgegeben. Dieser hier besagt, dass das vorliegende Dokument das Format "text/html" hat und die Zeichen nach "iso-8859-1" codiert sind. Dies dürfte bei einem Gutteil aller HTML-Seiten immer richtig sein.

 

<meta name="robots" content="INDEX,FOLLOW" />

Der Robots-Tag dient als eine Verfahrensanweisung für die Suchmaschine (Robot). Jede größere Suchmaschine hat einige für sie eigene Spezialitäten. Praktisch alle verstehen jedoch die drei Anweisungen "INDEX" bzw. "NOINDEX", "FOLLOW" bzw. "NOFOLLOW" sowie "ALL". Suchmaschinen lassen sich im Allgemeinen keine Befehle geben. Sie handeln nach den vorgegebenen Richtlinien. Man sollte es daher auf keinen Fall als selbstverständlich ansehen, dass eine Seite mit Robots-Tag "INDEX" auch wirklich irgendwann in allen Suchmaschinen auftaucht.

 

<meta name="revisit-after" content="10 days" />

Eine weitere Bitte an die Suchmaschine. Dieser Tag fordert die Robots zu einem neuen Besuch nach 10 Tagen auf. Die meisten Suchmaschinen beachten diese Anforderung jedoch nicht. Zumindestens ist für mich bisher noch nie ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen "revisit after" und den tatsächlichen Besuchsintervallen ersichtlich gewesen (abgesehen von der Beta-Version des MSN-Bot). Es schadet aber bestimmt nicht, wenn man eine sinnvolle Größe hier angibt.

Zusatzinformationen zum Dokument

Neben den Basis-Angaben kann man im Meta-Header noch einige Zusatzinformationen hinterlegen. Diese werden jedoch leider von kaum einer Suchmaschine beachtet.

<meta name="date" content="2002-03-15" />

Diese Information gibt das Erstellungsdatum der aktuellen Seite im Format JJJJ-MM-TT an. Man kann auch eine genauere Zeitangabe im RFC 822 Format inklusive Zeitzone angeben (<meta name="date" content="Sun, 7 Oct 2001 14:56:02 +0200" />) . Für letzteres empfiehlt sich eine Verwendung von PHP (<?php echo date("r"); ?>), um zum Beispiel die gerade aktuelle Uhrzeit als Erstellzeit anzugeben.

 

<meta http-equiv="Reply-to" content="mailadresse@somewhere.net" />

Hinterlegt die Ansprechadresse des Autors des HTML-Dokumentes.

 

<meta name="copyright" content="Stefan Plogmann" />

Inhaber des Copyrights auf den Inhalt des vorliegenden Dokumentes (wurde einst zum Beispiel auch in den Suchergebnissen von Fireball angezeigt).

 

<meta name="author" content="Franz Mustermann, Musterstadt" />

Der Name des Autors des Dokumentes. Sollte nach allgemeinen Zitierstandards den Namen (oder Firmennamen) sowie den Ort beinhalten.

 

<meta name="page-topic" content="Privat, Homepage" />

Der Tag "page-topic" ist eigentlich eine gute Idee, um Suchmaschinen die automatische Einordnung der Seite in ihren Katalog (z.B. Yahoo) zu ermöglichen. Leider sind die Kategorien und Bezeichnungen je nach Suchmaschine unterschiedlich und ein solches System würde Spammern Tür und Tor öffnen. Man kann sich die Mühe daher eigentlich praktisch sparen.

 

<meta name="Audience" content="Webmaster" />

Mit diesem Tag wird das Publikum definiert, das möglicherweise an dem Inhalt interessiert sein könnte. Leidet unter dem gleichen Problem, das schon "page-topic" hat. Auch dieser Tag ist damit eigentlich fast sinnlos.

 

<meta http-equiv="pics-label" content="(pics-1.1 
"http://www.icra.org/ratingsv02.html" l gen true for
"http://www.plogmann.net" r (cz 1 lz 1 nz 1 oz 1 vz 1)
"http://www.rsac.org/ratingsv01.html" l gen true for
"http://www.plogmann.net" r <br>(n 0 s 0 v 0 l 0))" />

Das PICS-Label ist eine schon sehr alte Initiative zur Klassifizierung des Inhalts von Websites. In einer Selbstaufkunft informiert der Anbieter der Website darüber, ob zum Beispiel Gewalt oder pornografische Inhalte auf seiner Seite zu finden sind. Die Erläuterung der Funktionsweise von "pics-label" würde hier zu weit gehen. Alle Informationen findet man auf der Website der dahinter stehen Organisation. Dort findet sich auch ein Tag-Generator, um den zugegeben nicht ganz übersichtlichen HTML-Code für das PICS-Label zu erzeugen.
Der Microsoft Internet Explorer unterstützt beispielsweise das PICS-Label und kann so verhindern, dass jugendgefährdende Inhalte angezeigt werden. Allerdings setzt dies natürlich voraus, dass die entsprechende Website auch so ein Label hat.

 

<meta content="TRUE" name="MSSmartTagsPreventParsing" />
<meta http-equiv="imagetoolbar" content="no" />

Diese beiden Meta-Tags richten sich an den Internet-Explorer.

Der erste unterdrückt die Einblendung von SmartTags in der Seite. Dieses Feature ist allerdings nach viel Protest von Microsoft niemals in die Produktivversionen aufnenommen worden.

Mit dem zweiten Tag "imagetoolbar" verhindert man, dass vom Internet Explorer ein Menübalken eingeblendet wird, wenn man mit der Maus über ein etwas größeres Bild fährt. Dieses Feature mag zwar teilweise eine gute Idee sein. Bei Websites mit großflächigen Grafiken als Designelemente können diese eingeblendeten Menüs jedoch sehr störend sein.

Link-Informationen

Schon seit vielen Jahren sind "LINK"-Informationen in der HTML-Spezifikation enthalten. Damit sind nicht normale Links (<a href=""></a>) gemeint. Mit den LINK-Tags in der Kopfdatei lassen sich die logischen Beziehungen von Dokumenten innerhalb einer Website hinterlegen. Man kann also zum Beispiel angeben, welches Dokument dem aktuellen übergeordnet ist.
Leider unterstützt zum heutigen Stand nur Opera die visuelle Darstellung von LINK-Tags. Der Internet Explorer zum Beispiel ignoriert diese Angaben völlig.

In SELFHTML gibt es wieder einmal die beste Anleitung zu diesem Thema. Ich möchte hier jedoch auch kurz noch einmal die einzelnen Punkte mit aufgreifen. Nutzer von Opera können im übrigen auf meiner Homepage die Funktionsweise von LINK-Tags selbst ausprobieren. Beim Öffnen der Seite müsste oberhalb des Dokumentes eine neue Leiste erscheinen, die diverse Auswahlmöglichkeiten (Home, Search, Up, usw.) anbietet.

 

<link rel="SHORTCUT ICON" href="/favicon.ico" />

Mit diesem Tag wird angegeben, wo sich ein Icon befindet, das der Browser vor dem Dokumentennamen und auch bei der Abspeicherung von Bookmarks verwenden soll. So ein Icon ist nichts anderes als eine Bitmap-Grafik (BMP) mit einer Auflösung von 16x16 Pixeln und 8 Bit Farbtiefe, die dann die Endung .ICO erhält. Der Internet Explorer beachtet den Link zum Shortcut-Icon nicht. Er geht davon aus, dass die Datei sich im Root-Verzeichnis des Webservers befindet (in meinem Beispiel also http://www.plogmann.net/favicon.ico).

 

<link rel="start" href="/" />

Dies ist der Verweis auf die Startseite (Home-Page) einer Website

 

<link rel="glossary" href="/glossary.php" 
title="Glossar dieser Website" />

Verweist auf ein Glossar. Kann zum Beispiel eine Erläuterung von Abkürzungen oder Namen sein, die auf der Hompage verwendet werden.

Es ist natürlich auch möglich, dass in einem LINK-Tag ebenfalls ein Titel (title) mit hinterlegt wird. Dieser bezeichnet das verlinkte Dokument. Opera unterstützt Titel in diesem Kontext leider nicht. Google hingegen verwendet auch Meta-Links, um Verweise für seinen Crawler zu sammeln. Es kann unter Umständen passieren, dass Google in seinen Suchergebnissen vor dem vollständigen Indizieren eines Dokumentes erst einmal nur den Link-Titel anzeigt, den es in einem anderen Dokument gefunden hat. Auf diese Art und Weise lassen sich aktuelle Informationen dank Link-Titel unter umständen etwas schneller in Google platzieren.

 

<link rel="copyright" href="/copyright.php" />

Verweist auf eine Seite mit Hinweisen zum Copyright. Kann auch genutzt werden, um die obligatorische Selbstausschusserklärung und die Kontaktangaben zu interlegen. Dies befreit aber wahrscheinlich nicht von der Verpflichtung, dass auf jeden Seite ein Hinweis zum Impressum vorhanden sein muss.

 

<link rel="author" href="/author.php" />
<link rel="author" href="mailto:webmaster@somewhere.com" />

Infos über den Autor. Hier gelten die gleichen Hinweise, wie auch beim Copyright. Manchmal habe ich schon gesehen, dass bei diesem Tag auch einfach die Mail-Adresse des Ansprechpartners angegeben wird. So etwas funktioniert natürlich auch.

<link rel="search" href="/search/" />

Link auf eine eventuell vorhandene Suchfunktion auf der Website.

 

<link rel="up" href="../index.php" />

Link auf ein Dokument, das dem Aktuellen inhaltlich übergeordnet ist.

 

<link rel="first" href="anfang.html" />
<link rel="last" href="ende.html" />
<link rel="previous" href="015.html" />
<link rel="next" href="017.html" />

"first", "last", "previous" und "next" eigenen sich sehr gut für eine Navigation innerhalb von Datensätzen oder Bildergalerien. Durch diese Verknüpfung sind auch horizontale Zusammenhänge zwischen einzelnen Dateien ersichtlich. Als Beispiel hierfür kann wieder eine meiner eigenen Bildergalerien herhalten (funktioniert momentan aber nur mit Opera 7).

 

<link rel="index" href="index.html" />
<link rel="contents" href="index.html" />

Die Unterschiede zwischen "index" und "contents" sind für mich hier nicht ganz ersichtlich. Ich verstehe unter "index" mehr ein Verzeichnis von Themen - also eine Übersicht aller Angebote in einer Website oder eines übergeordneten Themas.
Unter "contents" verstehe ich ein Inhaltsverzeichnis - ähnlich vielleicht einer Site-Map.

 

<link rel="help" href="/help/" title="HELP!" />
<link rel="help" href="javascript:open('help.html', 'HELP',
'width=500,height=450,left=10,top=10,scrollbars=yes')
" />

Verweist auf eine Hilfefunktion zum aktuellen Dokument. Es ist theoretisch auch möglich, dass JavaScript Befehle (in diesem Fall zum Öffnen eines Popup-Fensters) mit eingebunden werden können.

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© Stefan Plogmann, 1996-2008

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